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Blick in die Schachthalle der Zeche Zollern

Starke Frauen. Starkes Handwerk.

10.7. bis 1.11.2026

Ob mit dem Hammer, dem Pinsel oder der Säge, das Handwerk ist ein vielfältiges Berufsfeld. Ebenso vielfältig sind die Frauen, die in diesem Bereich arbeiten. Lange Zeit war es Frauen nicht gestattet diese Berufe auszuüben oder sie taten dies ausschließlich im Hintergrund, wie beispielsweise am Leseband einer Zeche. In Kooperation mit der Handwerkskammer Dortmund zeigt die Zeche Zollern 20 beeindruckende Aufnahmen von Frauen in handwerklichen Berufen, um diese sichtbarer zu machen. Neben Arbeitsprozessen, Materialien und Werkzeugen stehen dabei vor allem die Handwerkerinnen selbst im Vordergrund.

Eröffnung der Ausstellung

Do, 9.7.2026 | 18 Uhr

In Kooperation mit der Handwerkskammer Dortmund wird die Ausstellung in der Schachthalle im Rahmen einer kleinen Vernissage eröffnet. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Programm

  • Begrüßung durch die Museumsleitung (Dr. Anne Kugler-Mühlhofer) und die Vizepräsidentin der Handwerkskammer Dortmund (Kerstin Feix)
  • Gesprächsrunde mit zwei Handwerkerinnen aus der Kampagne der Handwerkskammer Dortmund (Malermeisterin Vivien Kleinau und Schilder- und Lichtreklamehersteller-Meisterin Caroline Brosch). Moderiert wird die Runde durch die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer (Olesja Mouelhi-Ort)
  • Abschließend besteht die Möglichkeit zum Rundgang durch die Ausstellung und gemeinsamen Austausch

Frauenarbeit auf Zechen

Wie stellen wir uns eine berufstätige Frau vor?
Traditionelle Rollenbilder und gesellschaftliche Vorstellungen prägen häufig die Wahrnehmung von Frauen und die Auffassung, welche Arbeit sie ausüben können.

Auf den Zechen des Ruhrgebiets war Arbeiten unter Tage für Frauen verboten. Dennoch gab es an Betriebspunkten über Tage immer wieder Frauen, die notwendige Aufgaben übernahmen, zum Beispiel in Maschinenhallen, Kokereien und Lampenstuben.

Während des Ersten Weltkriegs arbeiteten Frauen unter anderem als „Klauberinnen“ an den Lesebändern in den Schachthallen. Dort trennten sie Kohle von Gestein und anderen Materialien und bereiteten sie für den Verkauf auf. Diese Arbeit erfolgte unter schwierigen Bedingungen: es war laut, körperlich anstrengend und herausfordernd.

Während Frauen auf Zechen oftmals als unsichtbare Arbeitskraft galten, soll diese Ausstellung die handwerklichen Leistungen von Frauen sichtbar machen. Wir laden Sie ein, mit „Starke Frauen. Starkes Handwerk.“ das Können von Frauen aus einer neuen Perspektive zu erleben. Bestaunen Sie aktuelle Impressionen von Frauen im traditionellen Handwerk, wo sie heute präsenter sind denn je.

Starke Frauen. Starkes Handwerk.

Mit der Ausstellung „Starke Frauen. Starkes Handwerk.“ zeigt die Zeche Zollern neue Perspektiven zu Frauen im Handwerk. Die Ausstellung, initiiert von der Handwerkskammer Dortmund, erzählt in Fotografien von Frauen, die ihren ganz eigenen Weg im Handwerk gefunden haben. Ebenso wie das Handwerk, sind auch die Fotografien sehr vielfältig.

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl des bundesweiten „Photo.Award“ der Handwerkskammer Dortmund, bei welcher Fotograf:innen aus ganz Deutschland Bilder einreichen konnten. Aus über 150 Einsendungen wurden 20 Fotografien ausgewählt, um den unterschiedlichen Geschichten von Frauen im Handwerk gerecht zu werden.

Drei herausragende Motive wurden ausgezeichnet:

1. Yetunde Ayeni Babaeko zeigt die Steinmetzin Simone Gerber.

2. Christine Reiner zeigt die Schornsteinfegerinnen Diane Löbel und Isabella.

3. Daniel Rau zeigt Tischlermeisterin Jule Rombey.

Die Ausstellung ermöglicht einen authentischen Einblick in Arbeitsprozesse, Materialien und Werkzeuge. Dennoch bleibt der Mensch im Vordergrund der Fotografien und legt einen Fokus auf die Sichtbarkeit von weiblichen Vorbildern im Handwerk.