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Eltern mit Mädchen stehen am Leseband für Kohle auf der Zeche Zollern

Wege der Kohle

Die Schachthalle war die Verbindung zwischen den Arbeitswelten unter und über Tage. Hier stiegen die Bergleute auf den Förderkorb, der sie nach unter Tage brachte. Auch das Material, was sie dort für ihre Arbeit benötigten, fand hier seinen Weg in die Grube. Aber die längste Zeit des Arbeitstages kamen hier die Förderwagen nach oben, bis zum Rand mit Steinkohle gefüllt. Um aus der so genannten Rohförderung ein verkaufsfertiges Produkt zu machen, waren zahlreiche Arbeitsschritte notwendig: wiegen, entladen, sortieren, reinigen, abtransportieren. Vor allem musste das Gestein, Bergematerial genannt, aussortiert werden.

Die Arbeit in der Schachthalle galt als besonders eintönig und war nicht sehr beliebt. Rund 60 Bergleute arbeiteten hier bei Lärm und Staub, entluden die Wagen und sortierten das Bergematerial aus. Am Leseband war es laut und stickig, im Sommer unerträglich heiß und im Winter eiskalt – ein unbeliebter Arbeitsplatz.

Die Dauerausstellung in der Schachthalle zeigt am authentischen Ort, wie die Kohle aufbereitet wurde. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die hier gearbeitet haben. So war die Schachthalle einer der wenigen Orte auf der Zeche, an denen auch Frauen arbeiteten – vor allem während der beiden Weltkriege. In Videosequenzen kommen elf Zeitzeugen zu Wort, die über ihre eigene Tätigkeit berichten, aber z.B. auch über Erfahrungen mit Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg.

Zusätzlich bietet die Ausstellung einen Einblick in die bewegte Zeit nach der Stilllegung. Denn bevor Zollern zum Denkmal erklärt wurde, verschwanden zahlreiche Bauten wie das Zechenkraftwerk, die Kohlenwäsche und sogar das originale Fördergerüst.